Philippe Daniel Ledermann

sinniert über seine Jugendzeit

Gestalteten einen unterhaltsamen Abend: Verleger Al’Leu, Schriftsteller Philippe Daniel Ledermann und Moderator Roland Künzler (vlnr).Foto: Martina Leu

Der Meiringer Implantolog und Schriftsteller Philippe Daniel Ledermann las im Hotel Adler Central in Meiringen im Rahmen der Haslitaler Literaturförderung aus seinen Werken vor.

 

 

Der Primarschulkamerad und Altgrossrat Roland Künzler begleitete die Lesung des Schriftstellers und international hochangesehenen Implantologen Philippe Daniel Ledermann mit gemeinsamen Jugenderinnerungen aus Meiringen und dem Haslital.

 

Im ersten Teil der Veranstaltung las Ledermann mit beeindruckendem erzählerischem Können aus seinem Roman «Winter», wie er einem Mädchen aus seiner Kindheit begegnet. Das Buch ist der letzte Band des gross angelegten und in die vier Jahreszeiten unterteilten autobiografischen Romans «Die Papiereltern».

 

Er schildert den nicht ganz freiwilligen Ruhestand von Dr. Pascal D. Laubscher. Diese Altersruhe entspricht nicht dem normalen Standard: Betrüger, Verwesungsgerüche aus einer Wohnung, Bordelldamen, Ärgerliches rund um sein Jugendstilhotel und vieles andere mehr halten die Hauptfigur des Romans auf Trab und rauben ihm den Schlaf.

 

Im zweiten Teil der Lesung stellte Roland Künzler den soeben bei der Edition LEU erschienenen Band «Mörder auf der Flucht» vor. In ihm erzählt Philippe Daniel Ledermann wahre Geschichten und Begebenheiten von Menschen, welche meist ausserhalb der Norm leben. Ledermanns literarische Botschaft ist geistesverwandt mit Konrad Adenauers Lebensphilosophie: «Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt es nicht.»

Roland Künzler zitierte den mit seiner Frau Martina anwesenden Verleger Al'Leu aus Zürich, der über Ledermanns neuestes Werk schrieb: «Philippe Daniel Ledermanns Texte sind ein literarisches Plädoyer für individuelle Denkräume der Besonnenheit, welche der Erkenntnis dienen, dass der Schmerz ein genauso persönlichkeitsbestimmender Zustand ist wie das Glück und die Freude. In seinen Texten plädiert der Autor für eine persönliche Ethik der Distanz, die bewusst macht, dass man nur sein eigenes Herz betrügt, wenn man sich zu sehr auf sein soziales Umfeld verlässt.»